Hundeversicherung

07. November 2007

Der Hund gehört zum Alltag und ist regelmäßig ein integriertes Familienmitglied. Folglich passt er sich in seinem Wesen dem zweibeinigen Rudel an: er wird krank, muss operiert werden, oder macht - trotz bestandener Begleithundeprüfung und Leistungsabzeichen in Gold - etwas gänzlich Unvorhersehbares, indem er den Postboten beißt oder gedankenlos auf die Straße rennt. Menschen können sich und ihr Fehlverhalten gegen solche Eventualitäten absichern. Hunde aber auch!

Unter dem Sammelbegriff “Hundeversicherung” finden sich verschiedene Policen, die Risiken unterschiedlichster Art abdecken. Bekanntestes Beispiel der Hundeversicherung ist sicherlich die Hundehaftpflichtversicherung. Sie schützt den Halter und Aufsichtspersonen vor Schadensersatzforderungen aus Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die der Vierbeiner - aller Aufmerksamkeit zum Trotz - angerichtet hat. Die Deckungssummen sind frei wählbar und bewegen sich meist in einer Bandbreite zwischen einer und zehn Millionen Euro je Schadensfall. Eine Selbstbeteiligung ist möglich, Auslandsaufenthalte sind meist ebenfalls abgedeckt. Extravagante Policen beinhalten darüber hinaus eine Hundehalterrechtsschutzversicherung oder ein Unfallkrankenhaustagegeld für das verletzte Herrchen - oder beziehen die Privathaftpflicht der zum Rudel gehörenden Zweibeiner gleich mit ein. Wichtig ist aber: nicht alle Anbieter versichern “Kampfhunde” bestimmter Rassen. Manche Versicherer bieten jedoch gesonderte, individuell ermittelte Tarife für Hunde jeder Kategorie.

Die Hunde-Operations-Krankenversicherung ist das zweite Standbein der Hundeversicherung. Sie deckelt die entstehenden hohen Kosten, wenn das Tier in die Klinik muss. Meist besteht die Alternative zwischen dem einfachen Satz der Gebührenordnung (für “normale” Operationen), oder dem Doppelten (für Notoperationen oder komplizierte Eingriffe). Auch hier besteht oftmals die Möglichkeit des vereinbarten Selbstbehalts oder die Kombination mit Rechtsschutz- oder anderen Hundeversicherungen.

Die Hundekrankenversicherung geht einen Schritt weiter und versichert neben den Operationen (in voller Höhe) auch ambulante Maßnahmen und Behandlungen bis zu bestimmten Höchstgrenzen, sowie Impfungen, Wurmkuren, Floh- und Zeckenmittel wie auch Gesundheitschecks; allerdings werden solche Krankenversicherungen üblicherweise nur für Hunde bis zu einem gewissen Alter angeboten und sind (im Vergleich zu allen anderen Hundeversicherungen) recht kostenintensiv.